Als Unternehmer/Arbeitnehmer stehen Sie im Fokus der Öffentlichkeit, sobald Sie sich in den sozialen Netzwerken bewegen. Für Ihr Selbst-Marketing nutzen Sie Social-Media wie Facebook, Twitter und Xing. Andere soziale Plattformen bieten ebenfalls ein großes Werbepotenzial. Es spricht nichts dagegen, wenn Sie diese intensiv nutzen. Es kommt aber darauf an, wie Sie sich dort und auch gegenüber Ihren Kunden und Arbeitgebern verhalten.

Knigge fürs Netz?

Für einen erfolgreichen Auftritt im sozialen Netzwerk gelten gute Umgangsformen genauso viel wie im realen Leben. Sie wollen sich verkaufen, Leute für sich begeistern und vor allem potenzielle Auftraggeber für sich gewinnen. Verzichten Sie daher auf negative Äußerungen, die andere diffamieren könnten. Überlegen Sie immer vor einem Posting, wie das auf andere wirken könnte.

Der Erfolg anderer Menschen ist für viele ein rotes Tuch. Missgunst und Neid, treiben oft hässliche Blüten.

Dario Sarmadi, „Won“, CC-Lizenz (BY 2.0)

 Der Erfolg anderer Menschen

Stellt jemand seine Firma oder neue Leistungen vor, wünschen Sie ihm ruhig viel Erfolg. Gewinnt ein anderer einen Preis oder wird ausgezeichnet, gratulieren Sie ihm. Es schadet Ihnen jedenfalls nicht. Im Gegenteil, so werden auch Sie irgendwann einen freundlichen Gruß lesen können oder  Weiterempfehlungen erhalten. Auch sind auf diese Weise schon interessante Partnerschaften entstanden, andere haben so schon den Arbeitsplatz fürs Leben bekommen.

Gefällt Ihnen eine Dienstleistung nicht, halten Sie sich mit negativen Äußerungen zurück, falls Sie nicht danach gefragt worden sind. Es interessiert keinen, denn Sie stehen jetzt gerade nicht im Mittelpunkt. Ungefragt sollten Sie sowieso keine negative Kritik üben, öffentlich erst recht nicht. Der Unternehmer bietet eine Dienstleistung an, weil die Nachfrage besteht. Also wird es schon jemanden geben, den es wirklich interessiert, für den die Dienstleistung oder Information wichtig ist.

 „Sind Sie zufrieden, sagen Sie es anderen. Sind Sie es nicht, sagen Sie es mir!“

Dieses alte Handwerkersprichwort trifft auf jeden zu. Egal ob Sie jemanden mögen oder nicht, negative Kritik wird nicht öffentlich abgegeben. Damit stellen Sie sich selbst ins Hintertreffen. Schnell könnte der Eindruck des Neids und des Missgönnens entstehen. Wenn Sie nicht in der Lage sind, ein positives Feedback zu geben, schreiben Sie lieber gar nichts.

Freundlichkeit und gute Umgangsformen sind im Netz unerlässlich.

JJPhoenix, „Schlag Ein!“, CC-Lizenz (BY 2.0)

Wenn ein Feedback ausdrücklich gewünscht wird, achten Sie auf Ihre Wortwahl. Wie wirken Ihre Worte auf andere Leser? Spricht daraus wirkliches Fachwissen, oder eher Neid, Unwissenheit oder einfach nur Arroganz, eine Mischung aus allem? Vor allem sollten Sie sich überlegen, ob eine E-Mail mit Kritik vielleicht nicht sinnvoller wäre. Ein freundlicher Hinweis auf Fehler wird so oftmals eher angenommen, als ein barsches:  „Das ist absolut falsch, in der Aussage stecken Fehler drin!“

Einem freundlichen Dialog hingegen ist niemand abgeneigt, oft sogar dankbar für Tipps und Anregungen. Diese freundlich verpackt, helfen nicht nur dem Betroffenen, sondern auch anderen Menschen.

Der Leser wird es Ihnen übrigens danken. Denn nicht nur Kollegen und Freunde kommen in den Genuss Ihres Kommentars. Auch potenzielle Auftrag- oder Arbeitgeber könnten unter den Lesern sein und Sie in die Schublade „Unmöglich“ stecken. Wer garantiert ihm, dass Sie nicht auch schlecht über ihn, seine Produkte und Leistungen schreiben?

Was darf überhaupt an die Öffentlichkeit?

Spaßmacher sind ok, aber sollten auf das Umfeld achten

Knipsermann, „Spaßmacher“, CC-Lizenz (BY 2.0)

Seien Sie sich im Klaren darüber, dass alles was Sie schreiben, verlinken und anklicken grundsätzlich von jedem gesehen werden kann. Verzichten Sie auf Seiten, die versprechen „den ultimativen Kick einer Frau“ anpreisen. Oder Filmchen wie “ So ruiniert sich dieser Mensch seine Karriere!“ Es könnte Ihre Karriere sein, die dadurch einen Knick bekommt. Ein Arbeit- oder Auftraggeber sucht immer Informationen im Netz über potenzielle und auch vorhandene Angestellte/Auftragnehmer.

Wenn Sie Facebook und Google+ nutzen, achten Sie darauf Ihre Kontakte in entsprechende Gruppen und Kreise einzuteilen. Stellen Sie unter Privatsphäre ein, wer Ihre Informationen immer  und wer nur bestimmte Informationen sehen darf. Das kann unter Umständen sehr hilfreich sein.

Übrigens: Bilder von der letzten Dorfparty sind immer nur für wirklich gute Freunde.

e Bilder stammen aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.de

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