Die Privatsphäre-Einstellungen

Hier ist das Hauptmenü der neuen Privatsphäre-Einstellungen abgebildet. Die vorgegebenen Optionen Öffentlich und Freunde sind von Facebook bereits mit den gängigsten Einstellungen vorbelegt, wobei Öffentlich einem totalen Striptease entspricht und Freunde das Gleiche für Freunde bedeutet. Ich werde nicht näher darauf eingehen. Die Option Benutzerdefiniert bietet da schon bessere Möglichkeiten und erlaubt es auch sehr differenziert auf die einzelnen Möglichkeiten Einfluss zu nehmen.

Funktionsweise von Verbindungen

Hier besteht die Möglichkeit festzulegen, wie andere mit dem Benutzer in Verbindung treten können.

  1. Wie bin ich in Suchmaschinen oder der Facebook eigenen Suchfunktion auffindbar?
  2. Wer kann mir einen Freundschaftslink anbieten?
  3. Wer kann mir Nachrichten schicken und muss er dazu mit mir Verlinkt sein?
  4. Wer darf mir Postings, Bilder oder Informationen von anderen Apps an die Pinnwand kleben?
  5. Wer kann den Inhalt meiner Pinnwand sehen?

Es besteht jeweils die Auswahl (wie oben auch) zwischen Alle, Freunde, Freunde von Freunden und Benutzerdefiniert. Bei Benutzerdefiniert kann man wiederum Listen angeben, bzw. einzelne User oder Listen auch ausschließen.

Den ersten Menüpunkt kann man eigentlich problemlos auf Alle eingestellt lassen. Damit wird es Bekannten, Freunden, Verwandten oder Geschäftspartnern möglich den Benutzer auf Facebook zu finden. Benötigt wird hierzu nur der Benutzername und/oder die vom Benutzer verwendete eMail-Adresse. Nur falls man NICHT gefunden werden möchte, kann man diese Funktion einschränken.

Das oben Gesagte gilt auch für die Freundschaftsanfrage. Damit lässt sich ebenso der Kreis derer einschränken, die in der Lage sind Freundschaftslinks zu schicken. In wie weit man dieses einschränken möchte, bleibt wieder dem persönlichen Geschmack überlassen.

Wenn diese beiden Punkte auf Alle eingestellt wurden, dann bietet sich an, auch die Nachrichtenfunktion nicht zu beschränken. Somit wird es möglich, dass jemand von außen erst mal eine Anfrage abschickt ob er überhaupt richtig ist, bevor er eine Freundschaftsanfrage stellt.

Wer kann an Deine Pinnwand posten?

Das sollte auf Freunde eingestellt werden, sonst kann unter Umständen jeder von Außerhalb Unsinn auf die eigene Pinnwand schreiben. Das ist nicht unbedingt nötig. Eventuell könnte es auch auf Freunde von Freunden geändert werden, obwohl der Kreis der Schreibberechtigten dann schon sehr an Übersichtlichkeit verliert.

Der Letzte Punkt in diesem Menü bestimmt, wer die Einträge auf der eigenen Pinnwand sehen kann. Normaleinstellung wäre auch hier Freunde. Abhängig davon, ob man sehr intensiv Spiele wie FarmVille spielt, könnte es Sinn machen auch Freunde von Freunden zu wählen, um ggf. neue „Nachbarn“ für solche Spiele anzulocken.

Kommen wir jetzt zu den:

Funktionsweisen von Markierungen

Mit Hilfe der Profil-Überprüfung kann der Benutzer Markierungen prüfen, die Andere gesetzt haben und die den Benutzer beschreiben. Wenn die Option auf EIN gesetzt wird, dann muss jede Markierung erst vom Benutzer bestätigt werden, bevor sie in seinem Profil angezeigt werden.

Durch Markierungen überprüfen kann der Benutzer die Markierungen prüfen, die ein „Freund“ setzen möchte, bzw. mit denen er Dritte im Profil des Benutzers markiert.

Durch die Profil-Sichtbarkeit wird eingestellt, wer die Beiträge mit Markierungen auf dem Profil des Benutzers sehen kann.

Markierungsvorschläge: Hier haben wir die „berühmt-berüchtigte“ Gesichtserkennung von Facebook! Wenn sie eingeschaltet wird und ein Freund lädt in seinem Profil ein Bild hoch, in dem Facebook eine Ähnlichkeit zum Benutzer erkennt, bzw. zu erkennen glaubt, dann wird dem Freund der Name des Benutzers als Markierungsvorschlag angezeigt. Er kann dann, falls der Vorschlag stimmt, diesen übernehmen. In wie weit das Gut oder Schlecht für den Benutzer ist, muss jeder selbst entscheiden.

In der letzten Option des Menüs, bei der Freunde angeben können, wo sich der Benutzer befindet, ist es möglich, falls die Option auf AN gesetzt ist, dem Benutzer einen Aufenthaltsort zuzuordnen. Das ist vielleicht ganz witzig, wenn man gemeinsam die verschiedenen Bars oder Discos unsicher macht, aber durchaus nicht immer gewünscht. In diesem Fall wäre es besser die Option auf AUS zu setzen. (Arbeitgeber, neidische Kollegen könnten mitlesen)

Bevor wir im nächsten Abschnitt zu den Anwendungen und Webseiten kommen, noch ein paar Worte zur viel-gerühmten, bzw. -geschmähten Gesichtserkennung von Facebook. Diese ist am Anfang noch relativ „dumm“, aber wenn immer wieder verschiedene Bilder vom Benutzer als die eigenen markiert werden, lernt sie relativ schnell dazu. Wird vielleicht zu Anfang ein Lama aus dem Frankfurter Zoo noch mit dem Benutzer verwechselt, so kann im Lauf der Zeit eine sehr intelligente Datenbasis entstehen, die den Benutzer sogar noch auf briefmarkengroßen Ausschnitten in Gruppenbildern herausfinden kann.

Sicher eine gewöhnungsbedürftige Angelegenheit und man sollte auf jeden Fall, wenn man diese Funktion wünscht, die Kontrolle der Markierungen einschalten, die Andere auf das eigene Bild setzen können. Sonst könnte ein Scherzkeks auf die Idee kommen, die Bilderkennung auf das besagte Lama zu trainieren!

Autor:Charly Schwarzer

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