Wir sollten uns jetzt mal um die Freundeslisten und die Verwaltung der Freunde im allgemeinen kümmern. Listen wurden von Facebook eingeführt, um seine Freunde in verschiedene Kategorien zu teilen.

Aufrufen der Freunde-Verwaltung

Aufrufen der Freunde-Verwaltung

Beispiele wären „Verwandte“, „enge Freude“, „Bekannte“, „Arbeitskollegen“ usw. Da es möglich ist, das verschiedene Freunde auch in verschiedene Kategorien passen, können sie gleichzeitig mehreren Listen angehören. Die Verwaltung startet man unter anderem von den Pinnwand aus so:

Was in diesem Startbild unter dem Button „Freundesliste verwalten“ steht, vergisst man besser ganz schnell wieder. Das ist der berühmt-berüchtigte „Freundefinder“ zu dem ich bereits oben eine Anmerkung gemacht habe. Nach dem Klick auf den Button findet man folgendes Bild

Freunde-Verwaltung,Hauptmenü

Freunde-Verwaltung,Hauptmenü

+Liste erstellen

Hier könnt ihr eine neue Liste erstellen, benennen und nach Bedarf auch gleich mit Freunden füllen.

Kürzlich interagiert

In diesem Pulldown-Menü besteht die Möglichkeit die Freunde vorzusortieren.

Sortieren

Freunde sortieren

Vorgegeben sind die Freunde, mit denen ihr zuletzt Postings und Kommentare ausgetauscht habt. Zur Wahl stehen noch alle Freude, kürzlich hinzugefügte Freunde, sortiert nach Wohnort, Heimatstadt, Schule, Arbeitsplatz und Interessen. Daneben findet sich noch ein Feld, mit dem sich gezielt nach Freunden suchen läßt.

Freunde den Listen zuordnen

Zuordnung von Freunden

Zuordnung von Freunden

Ein Überfahren eines Freundes mit der Maus bringt diese Informationen zum Vorschein. Darin werden die Listen gezeigt, in denen der Freund bereits zugeordnet wurde und in Button mit dem alle vorhandenen Listen gezeigt werden. Diesen kann der Freund dann auch zugeordnet werden. Mehrfachzuordungen machen Sinn, schließlich kann jemand Freund, Arbeitskollege und Verwandter gleichzeitig sein.

Facebook hat vor kurzem die sogenannten Intelligenten Listen eingeführt. Das ist offensichtlich der Versuch die Benutzer stärker vom Einsatz der Listentechnik zu überzeugen. Leider wird sie nämlich immer noch viel zu selten verwendet. Ein Äquivaltent dazu sind die Kreise auf Google+. Dort basiert die komplette Benutzerverwaltung und die „Freundeverwaltung“ auf dem Hinzufügen in Kreise. Das ist eine sehr mächtige Funktion um den Überblick über die eigene Pinnwand oder die Veröffentlichungen zu behalten. Es bleibt zu hoffen, das auch auf Facebook diese Kopie der Google+ Verwaltung stärker eingesetzt wird um die eigene Sicherheit zu erhöhen. Leider gibt es auch Kritikpunkte, wie die nachfolgenden Beispiele zeigen.

Benachrichtigungen durch Listen

Benachrichtigungen durch Listen

Die Zugehörigkeit von Freunden zu einer bestimmten Liste bleibt den Freunden zwar verborgen, jedoch kann es aufgrund einer Eintragung in eine solche Liste auch zu Rückmeldungen bei dem einen oder anderen Freund kommen. Trägt der User z.B. einen Freund in die Intelligente Liste „Untersiemau“  ein, und dieser hat selber einen anderen Standort in seinen Informationen angegeben, dann wird er irgendwann von Facebook gefragt, ob er den Standort Untersiemau in seine Infos aufnehmen möchte. Es wird ihm zwar nicht gesagt dass ein bestimmter User ihn in diese Liste eingetragen hat, aber normalerweise kann man auf den Ursprung dieser Information kommen, wenn man die Wohnorte seiner Freunde kennt. Es ist anzunehmen, das Ähnliches auch mit anderen Listen passiert. Entsprechende Kandidaten wären da auch „Arbeitskollegen“. Wenn der User einen Freund ABC in die Liste der Arbeitskollegen in der Firma XYZ aufnimmt, auch wenn er nur der Haus-Pizzaliferant ist, dann wird er sicher irgendwann mal gefragt werden, ob er denn auch bei
XYZ arbeitet.

Benachrichtigungen durch Listen (Abb. siehe oben)

Die neuen Listen dienen nicht nur dazu, selbst besseren Überblick über die Freunde zu behalten oder leichter zu kontrollieren, welche Informationen man welchen Freunden weitergibt. Sie sortieren auch die eingehenden Infos und Postings von Freunden. Auf den ersten Blick eine Erleichterung. Man behält den Überblick über die hereinkommenden Daten und ertrinkt nicht in einer Informationsschwemme. Das kann allerdings auch bewirken, dass einzelne Infos noch leichter im Datenstrom verschwinden. Der Autor ist sich noch nicht sicher ob die Vorteile oder die Nachteile überwiegen. Die Zeit muß das zeigen…

Eingeschränkte Freunde

EingeschränkteFreunde

Eingeschränkte Freunde

Freunde, die sich in der „Eingeschränkt“ Liste befinden, sehen nur noch die Informationen, die der User für öffentlich für Alle zugänglich gemacht hat. Eine Info, das sie in diese Liste gesteckt wurden, erhalten die Freunde nicht, allerdings werden sie sich vermutlich über die recht leere Pinnwand des Users wundern wenn dieser nur Informationen mit bestimmten Freunden teilt.

Handynummer verstecken

Handynummer verstecken

Handynummer verstecken

Ein wichtiger Punkt wird oft übersehen. Wer seine Handynummer in Facebook angegeben hat, sollte sie unbedingt vor unberechtigtem Abfragen verstecken. Normalerweise ist die Nummer für alle Freunde sichtbar und wird im Freunde-Telefonbuch angezeigt. Das ist im Normalfall nicht gewünscht und daher sollte der in Abbildung 16 gezeigte Haken entfernt werden. Warum das dort auf Englisch steht. Nun, das ist möglicherweise bei der Übersetzung unter gegangen, oder soll auch gar nicht geändert werden. Dafür spricht die Tatsache, dass diese Einstellung so versteckt in den Menüs untergebracht wurde.

Bewertung von Charly Schwarz, Autor der Sicherheitseinstellungen auf Facebook
Ein paar persönliche Worte des Autors zu den neuen Listenfunktionen. Intelligente Listen bieten eine Menge Möglichkeiten und sind schon beinahe so effizient wie die Kreise auf Google+ aber sie stellen auch eine Gefahr dar. Womit verdient Facebook sein Geld? Schließlich ist es für den User kostenfrei und soll es laut Login-Seite auch bleiben. Nun, selbst User die wenig oder gar keine Informationen über sich bekannt geben, bzw. die keine Bilder, Videos oder andere Inhalte veröffentlichen interagieren mit ihren Freunden. Schon das einfache Liken einer Fanpage verrät einen kleinen Teil über den User. Jemand der absolut kein Fan von Bayern München ist, wird sicher nicht die Seite des Vereins liken. Wahrscheinlicher ist es, dass er die Seite seines eigenen Lieblingsvereins liked. Somit wird die Anzahl der Likes auf einer Fanpage automatisch zu einem Indikator der Beliebtheit dieser Firma oder des Vereins auf der einen Seite. Auf der anderen Seite ist es aber auch eine Informtion über den User, der eine solche Seite geliked hat!

Das ist nur ein Beispiel, wie ein Datenkrake sich „ernähren“ kann. Man sollte sich immer dessen bewusst sein, das ALLE Aktionen auf Facebook registriert und auch ausgewertet werden. Somit wird Facebook zu einem mächtigen Marketing Instrument und genau damit verdient sich Herr Zuckerberg seine leckeren Sonntagsbrötchen. Es ist sicher nicht verkehrt sich hin und wieder mal seine Like-Listen anzusehen und evtl. mal auszumisten.

Lese-Tipp: Facebook-Listen sind mehr als nur Schubfächer für Kontakte

Creativ-Texting bietet auch Workshops zum richtigen Umgang mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken an. Bei Interesse schreiben Sie uns eine Mail an info@creativ-texting.de

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