Nachdem nun viele bemerkt haben, dass gekaufte Fans nicht wirklich was bringen, gibt’s was Neues auf dem Markt. .“Sprechen darüber“ ist der neue Wert der potenziellen Fans vermittelt: „Wir sind die Besten!“

Entscheidend für die Sichtbarkeit der eigenen Fanpage sind unter anderem auch Kommentare und Likes unter den Beiträgen. Eben: „sprechen darüber“

Vor einiger Zeit berichteten viele Blogger und Social Media Experten vom Trend des Fankaufens. Für schlappe 3.500 € gabs schon 100.000 Fans. Dass gekaufte Fans nicht viel bringen haben Fanhändler mittlerweile auch erkannt. Nicht nur von der rechtlichen Seite, sind diese Geschäfte sehr fragwürdig. Nimmt man es genauer mit der Rechtssprechung, könnte man auf Betrug schließen und klagen. Wie gesagt könnte, ganz sicher sind sich die Gerichte da anscheinend aber noch nicht. Zumindest ist es eine sehr große Grauzone. Für mich persönlich ein Betrug, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Teilen ja, aber bitte mit Verstand! Bildrechte: ©Gerd Altmann/pixelio.de

Teilen ja, aber bitte mit Verstand! Bildrechte: ©Gerd Altmann/pixelio.de

Was aber entscheidend für die Sichtbarkeit der eigenen Fanpage in den Streams der Fans ist, sind die Interaktionen. Also teilen, kommentieren und liken. Auch hier gibt es mittlerweile Gruppierungen die sich diesem „Geschäftszweig“ angenommen haben. „sprechen darüber“ bedeutet in dem Fall: kratzt Du meinen Rücken, kratze ich Deinen!

Zutritt nur für Mitglieder

Auf Facebook schließen sich Fanseitenbesitzer zusammen und liken, kommentieren und gefallen sich gegenseitig. Da kann es auch schon einmal vorkommen, dass ein Zigarettenverkäufer plötzlich zum Gesundheitsapostel wird und umgekehrt. Möchte man nicht dieser Gruppierung beitreten, weil man eben moralische Bedenken hat, hat man plötzlich den „schwarzenPeter“.

Denn dann fallen die eigenen „gefällt mir“ „Teilen“ und Kommentare ins Bodenlose. Die eigene Seite fällt also immer seltener in den Fokus der eigenen Kontakte oder Fans.

Kindergeschichte "Der geheimnisvolle Weihnachtsstern"

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Leider fallen auf diese Weise auch oft humanitäre Projekte unter die Kategorie „sind nicht weiter interessant“. Denn ganz ehrlich, wenn ich ein Projekt unterstütze welches Kindern hilft, mache ich es freiwillig und nicht, weil ich dadurch einen Relike bekomme. Oder sind die Menschen schon so weit, dass man nicht mal mehr ein Lächeln bekommt, wenn man nicht den „gefällt mir „ Button klickt?

So ist es mir teilweise vor Weihnachten ergangen, als ich ein Kinderbuch vorstellte, dessen Erlös hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen in Deutschland zugutekommt. Falls es jemand vergessen hat… Kinder sind diejenigen, die später für unsere Rente und Pflege aufkommen müssen!

Was mich dabei eigentlich stört, dass sogar sogenannte Social Media Experten mit von der Partie sind. Laufen die Geschäfte so schlecht, dass man sich solcher Methoden bedienen muss?

Ich lehne es weiterhin ab, solche Methoden für meine Kunden zu nutzen. Denn wirklichen Nutzen bringen diese auf Dauer immer noch nicht.

Eine Fanpage ist Teil des Unternehmens. Sie ist ein wichtiger Teil des Teams und keine Animierdame!!!

Wenn mir ein Beitrag gefällt, dann weil er ansprechend, informativ und interessant ist , oder zumindest den Anschein erweckt, wenn es sich um eine Seite handelt. Ich denke dabei eher an die Leute in meinen Kontakten, denen diese Seite, oder der Beitrag etwas bringen kann. Und nicht daran, dass es für mich wieder einen Like oder Kommentar oder geteilten Beitrag bedeutet!

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