Sozial bedeutet auch Verantwortung -  Bildrechte: Gerld Altmann /Pixelio.de

Sozial bedeutet auch Verantwortung – Bildrechte: Gerld Altmann /Pixelio.de

Marketing bedeutet Werbung aber auch Verantwortung. Eine Meldung, die aktuell kursiert besagt, dass Pinterest Thinspos blockiert. Das sind Bilder, die dazu animieren könnten sich selbst gesundheitlichen Schaden durch Ritzen oder Magersucht zuzuführen.

Werbung bedeutet für viele Menschen, dass die vermittelten Inhalte das Nonplusultra schlechthin sind. Je nach Quelle werden die Meldungen sogar gebetsmühlenartig heruntergebetet und geteilt. Doch sollte sich nicht jeder selbst vorher fragen, ob der Inhalt wirklich so informativ und anbetungswürdig ist?

Mitdenken bewahrt vor unliebsamen Viren und Trojanern auf dem Rechner! Bildrechte: Gerd Altmann / Pixelio.de

Mitdenken bewahrt vor unliebsamen Viren und Trojanern auf dem Rechner! Bildrechte: Gerd Altmann / Pixelio.de

Zuerst denken, dann klicken

Wie oft werden Inhalte publiziert und verteilt, die anderen Schaden können. Das fängt schon mit virenverseuchten Links an und geht weiter bis hin zur Zerstörung von Eigentum und Gesundheit. Oder die Mitleidsmasche, wo Kinder/Tiere in erbarmungswürdigen Zuständen geteilt werden, deren Bildüberschriften oftmals verfälscht und für eigene Zwecke umgearbeitet wurden. Ohne Rücksicht auf Verluste, die andere dadurch erleiden könnten.

Lesetipp: Zuerst denken dann klicken

Pinterest fürs Marketing

Pinterest ist ein soziales Netzwerk, dass von geteilten Bildinhalten lebt. Bilder aus Blogbeiträgen und anderen Webseiten werden dort angepinnt und enthalten einen Link zum entsprechenden Beitrag. Follower können den Inhalt dann auf der eigenen Pinnwand wiederpinnen. An sich eine hervorragende Marketingmöglichkeit, sofern sie mit Bedacht genutzt wird.

Pinterest zensiert Bilder!

Nun hat Pinterest seine Nutzungsbedingungen geändert und sogenannte Thinspos geblockt. Thinspos sind, kurz erklärt, Postings/Bilder die dazu animieren seinem Körper gesundheitlich zu schädigen. Spindeldürre Mädchen fallen da (laut Pinterest) genauso drunter wie Bilder von geritzten Personen.

Die Meinungen über diese Änderung gehen weit auseinander. Die einen lassen verlauten es handelt sich dabei um Zensur. Andere geben einen Vorschlag für eine Alternative zur Selbstentscheidung (Anzeigen lassen oder nicht).

Änderung der Nutzungsbedingungen nur ein Selbstschutz?

Gesundheitsschutz bedeutet auch Verantwortung für andere! Bildrechte: Andreas Morlok  / pixelio.de

Gesundheitsschutz bedeutet auch Verantwortung für andere! Bildrechte: Andreas Morlok / pixelio.de

Aus der Sicht eines Unternehmens wie Pinterest sollte man aber auch die rechtlichen Aspekte nicht außer Acht lassen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Amerika. Einem Land von dem wir wissen, dass Klagen wegen Gesundheitsschäden oft mit Abfindungen in Millionenhöhe enden. Ist also der Schritt gesundheitsschadende Bilder zu verbieten keine Zensur sondern nur ein Selbstschutz? Nachvollziehbar ist der Schritt aus dieser Sicht jedenfalls. Oder wie würden Sie reagieren, wenn sich Ihr Kind aufgrund solcher „gefährlichen“ Inhalte verletzt, oder magersüchtig wird?

Magersucht, Ritzen und andere Praktiken die der Gesundheit schaden können, fallen oft unter den Oberbegriff Sucht. Aber welcher Süchtige wählt freiwillig Bilder ab, die seine Sucht befriedigen? Die Zigarettenindustrie hat es ja auch akzeptieren müssen, dass ihre Werbung nicht mehr überall zu sehen ist.

Wie ist Eure Meinung zu diesem Thema?

Haben soziale Netzwerke, Industrie und Handel eine Verantwortung gegenüber den Anwendern und Kunden, oder ist jeder für sich selbst verantwortlich?  Sind rechtliche Gründe für eine Zensur denkbar, wenn sie dem Selbstschutz des Unternehmens dienen?

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